Juckende Kopfhaut: Oft hilft nur der Gang zum Arzt

Viele Menschen leiden unter einem Phänomen, welches fast schon als Zivilisationskrankheit bezeichnet werden kann: juckende Kopfhaut. Ob fettiges Haar, Stress oder Ekzeme, meistens ist die Behandlung langwierig.

Die Ursachen für eine juckende Kopfhaut können vielfältiger Natur sein. In den meisten Fällen werden die Haare einfach zu oft gewaschen, was über kurz oder lang zur Austrocknung führt. Auch fettige Kopfhaut kann zum Jucken neigen, insbesondere wenn Schuppen mit im Spiel sind. Die Folgen sind unwillkürliches Kratzen, was unweigerlich kleinere Wunden nach sich zieht. Beim Abheilen wird nun wiederum der lästige Juckreiz ausgelöst. Das bedeutet den Beginn eines Teufelskreises, der mit Hilfe von geeigneten Behandlungen unterbrochen werden muss. In den meist harmloseren Fällen von zu trockener, zu Schuppen neigender Kopfhaut kann der Friseur milde Pflege-Shampoos empfehlen. Oft wirkt auch eine Kur mit Babyöl Wunder, die man am Wochenende anwenden kann.

Schwierig wird es, wenn Krankheiten die juckende Kopfhaut verursachen. Sind alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Ekzeme, Allergien oder psychischer Stress können das unangenehme Jucken auslösen. Es reicht schon eine Allergie gegen nur eine einzige Substanz, die in einem Pflegeprodukt enthalten ist, und nässende Ekzeme sind das Resultat. In diesen Fällen führt ausschließlich eine längere Therapie zum gewünschten Erfolg. Die Behandlung mit Medikamenten oder Tinkturen ist im Falle einer Krankheit unabänderlich.

Ein weiterer Grund für juckende Kopfhaut ist eher banal. Viele Eltern können ein Lied davon singen, wenn sich ihre Kinder im Kindergarten oder in der Schule mit Kopfläusen anstecken. Dies muss aber niemandem peinlich sein, denn Läuse kommen im wahrsten Sinne des Wortes in den besten Familien vor und ein Befall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Hier hilft ebenfalls nur der Gang zum Arzt oder in die Apotheke. Geeignete Shampoos töten die Larven der Läuse ab und sämtliche Textilien im Haus müssen bei Temperaturen von 95°C in der Maschine gewaschen und desinfiziert werden. Die Kinder müssen dann für etwa zehn Tage zu Hause bleiben, bis ein Attest bescheinigt, dass Haar und Kopfhaut von Läusen befreit sind. Mädchen mit langem Haar müssen heutzutage aber nicht mehr befürchten, dass sie ihrer Haarpracht beraubt werden.