Nach vielen gefahrenen Kilometern zeigt jedes Fahrrad optische Alterungserscheinungen. Mit einer neuen Lackierung kann das alte Rad ganz nach dem Geschmack des Besitzers wieder aufgefrischt werden.
Wenn ein Fahrrad in die Jahre kommt, ist oft auch der Lack zerkratzt, und an einigen Stellen zeigt sich der erste Rost. Funktioniert das Rad zu diesem Zeitpunkt noch technisch einwandfrei, ist ein neuer Anstrich anzuraten. Mit einer aufgefrischten Lackierung kann ein altes Fahrrad wieder wie neu aussehen und je nach Wunsch des Besitzers eine ganz veränderte Optik erhalten.
Die Wahl des Farbtons ist der erste Schritt, wenn man sein Fahrrad lackieren möchte. Vielleicht möchte der Besitzer sein altes Rad in mehreren, aufeinander abgestimmten Farben neu gestalten. Freche, leuchtende Töne wie Gelb und Hellgrün werden zunehmend beliebter. Zurückhaltende Farben sind Grau, Schwarz oder Dunkelgrün und -blau. Manch einer will seinem Fahrrad ein Tigerentenmuster oder ein Blumendekor geben, andere mögen es lieber schlicht. Einzelne Bauteile können dezent farbig voneinander abgesetzt oder unifarben überstrichen werden. Es gilt außerdem zu entscheiden, ob der Lack einen matten oder glänzenden Effekt haben soll und wie die Farbtöne auf dem Rahmen verteilt werden.
Der erste Arbeitsschritt vor einer Lackierung ist immer das Schleifen. Mit grobem Schleifpapier muss dabei die zu lackierende Oberfläche angeraut werden. Dabei ist zu beachten, dass auch die schwer zu erreichenden Ecken gut angeschliffen sind, sonst findet der Lack keinen festen Halt und blättert eventuell wieder ab. Besonders wichtig ist es, dass alle Roststellen sorgfältig entfernt werden. Eventuell kann das Fahrrad zur leichteren Bearbeitung aller Einzelteile auseinandergebaut werden. Im Anschluss an das Schleifen wird das gesamte Fahrrad gründlich entstaubt. Dies geschieht mit einem Staubbesen oder einem staubbindenden Tuch. Mit gut haftendem Klebeband können nun die Bereiche abgeklebt werden, die frei von Farbe bleiben sollen. Werden mehrere Farbtöne miteinander kombiniert, legt das Klebeband die Grenzen des ersten Anstrichs fest. Eine Lackierung mit der Spritzpistole ist besonders empfehlenswert, da die Farbe durch Sprühen besonders gleichmäßig verteilt wird. Aber auch die Verwendung einer Sprühpistole ist möglich, um den Fahrradrahmen und eventuell den Lenker mit Farbe zu versehen. Bei beiden genannten Möglichkeiten müssen alle nicht zu lackierenden Teile des Fahrrads mit Folie abgedeckt werden. Das Lackieren mit dem Pinsel ist bei einem winkligen Fahrradrahmen am schwierigsten, Fehlstellen und Läufer entstehen dabei sehr schnell. Doch einem geübten Anstreicher bereitet auch dies keine Probleme.
Nach einer ausgiebigen Trocknungsphase kann das Rad wieder montiert und verwendet werden.